Warum KI‑Übersetzungstools ein Datenschutzrisiko darstellen
Warum ist die Thematik zu KI-Übersetzungstools und Datenschutz gerade jetzt relevant? Stellen Sie sich folgende Alltagssituation vor, privat oder in Ihrem Job: Jemand kopiert mal eben schnell einen Text in ein beliebiges Übersetzungstool wie Google Translator oder ChatGPT, das online zur Verfügung steht – ohne sich vorher darüber Gedanken gemacht zu haben, dass in diesem Text vertrauliche Daten stehen können. Diese Daten landen unkontrolliert auf Servern, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Wir nutzen mittlerweile KI-Übersetzungstools mit gefährlicher Selbstverständlichkeit und Fahrlässigkeit. Die Datenschutzrisiken, die wir im Eifer des Gefechts oft übersehen, blenden wir teilweise bewusst aus.
Deswegen fragen wir uns bei Consenso Global immer bewusster, wie wir uns und unsere Kunden schützen können, damit Risiken gar nicht erst entstehen.
Was genau machen KI-Übersetzungstools eigentlich?
Moderne KI-Übersetzer basieren auf großen Sprachmodellen sowie komplexen Algorithmen, die permanent Texte analysieren. Dabei erkennen sie Muster und generieren die entsprechenden Übersetzungen. Da die heutigen Tools überwiegend cloudbasiert arbeiten, wird der Text stets an externe Server übermittelt. Nutzer wissen dadurch nicht, ob die Anbieter kundenbasierte Daten zur Verbesserung ihrer eigenen Modelle nutzen und wo diese letztendlich landen, wie und wie lange sie gespeichert werden, wer und wie viele überhaupt Zugriff auf sie haben.
Datenschutzrisiken
Was bedeutet das alles für den Kunden? Sobald ein Text hochgeladen wird, verlässt er das eigene, interne System, wodurch Unternehmen die Kontrolle darüber verlieren können, wer die Daten verarbeitet und speichert. Besonders kritisch wird dies, wenn es um personenbezogene Daten, interne Dokumente, Rechtsverträge, medizinische Inhalte und Kundendaten handelt.
Sobald ein Text erst einmal in ein KI-Übersetzungstool eingelesen wurde, kann das KI-Tool ihn für eigene Trainingszwecke verwenden. Dies hat zur Folge, dass die sensiblen Inhalte auf unbekannten Datenbanken landen. Unternehmen und ihre Kunden müssen unbedingt berücksichtigen, dass selbst vorher anonymisierte Texte immer ein Restrisiko bergen.
KI-Anbieter sind auch attraktive Ziele für Cyberangriffe, die unvorstellbar gefährliche Datenlecks verursachen. Wir sprechen hier von Millionen von sensiblen Texten in zahlreichen Sprachen.
Unternehmen wie Consenso Global tragen trotzdem die Verantwortung gegenüber ihren Geschäftspartnern.
Schlussendlich wissen wir auch gar nicht, ob der KI-Anbieter, dem wir unseren Text einfach senden, DSGVO-konform arbeitet, ob der Server inner- oder außerhalb der EU sitzt, wer bei Datenverlust oder Schlimmerem die Haftung übernimmt, was die Rechtsdurchsetzung erschwert.
Konsequenzen der KI-Risiken
Ein schneller Klick genügt, und interne Dokumente werden von Algorithmen verarbeitet, deren Funktionsweise noch völlig undurchsichtig ist.
Ein paar Beispiele aus der Praxis zur Veranschaulichung:
- Unternehmen übersetzen interne Finanzpapiere -> hoch vertrauliche Geschäftszahlen -und geheimnisse werden kompromittiert
- Die Personalabteilung übersetzt Bewerbungen oder Arbeitsverträge -> personenbezogene Daten gelangen direkt in die Cloud
- Rechtsabteilungen übersetzen minutenschnell Mandantenunterlagen -> dies verstößt bekanntlich gegen die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht
- Medizinische Einrichtungen übersetzen Patientenakten mit brisanten Informationen -> die Anamnese eines Patienten wird schnell und unbedacht offengelegt
Nur einige Alltagssituationen, die das Ausmaß erahnen lassen. KI-Tools leben davon, dass jeder von uns einen Text schnell, einfach und kostenlos in jede beliebige Sprache übersetzen kann. Vor allem die kostenlosen KI-Tools finanzieren sich durch unsere Daten, die wir nicht per Bezahlung bereitstellen, sondern mit unseren wertvollen Inhalten.
Unternehmen und ihre Kunden sollten niemals den Wert ihrer Daten unterschätzen – vor allem nicht den potenziellen Schaden bei rechtswidrigem Verhalten.
Wie Unternehmen sich gegen KI-Übersetzungstools schützen können
In der Praxis hat Consenso Global bereits die folgenden Lösungen etabliert:
- Die Nutzung datenschutzkonformer KI-Tools (Anbieter bevorzugen, die garantieren, dass die Daten nicht für Trainings genutzt werden)
- interne Mitarbeiterschulungen (welche Inhalte nie in KI-Tools gehören und wie der Umgang mit sensiblen Daten gelingt)
- Humanübersetzungen über die maschinellen priorisieren (menschliche Fachübersetzer arbeiten unter strengen Geheimhaltungsvereinbarungen und unter streng regulierten Arbeitsprozessen)
- Technische Maßnahmen (sichere Datenübertragung über verschlüsselte Server, keine langfristige Datenspeicherung, Zugriffskontrollen)
Fazit: KI-Übersetzungstools sind mächtig, aber leider nicht harmlos
Sei es im privaten Bereich oder in unserem Beruf – ehrlich gesagt, sind KI-Übersetzungstools aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie sind praktisch, schnell, einfach, kostenlos. Schlichtweg beeindruckend. Dennoch möchten wir von Consenso Global darauf hinweisen, dass sie in keinster Weise die Qualität und Sicherheit von etablierten, menschlichen Übersetzungsprozessen ersetzen können. Die entscheidende Frage muss ein Unternehmen, im Einzelfall, abwägen: Komfort vs. Datenschutz.
Ein verantwortungsvoller, richtiger Umgang mit KI-Übersetzungstools schützt nicht nur empfindliche Daten, sondern auch das Geschäftsvertrauen, das über Jahre aufgebaut wurde.


